Ist eine Outplacement-Beratung steuerlich absetzbar?

Die Frage ist nicht nur für Arbeitgeber wichtig: Muss die Kostenübernahme für eine Outplacementberatung als geldwerter Vorteil in der Abfindungsvereinbarung stehen, bzw. ist der Betrag als zusätzlicher "Arbeitslohn" zu versteuern? Die Antwort lautet: Ja.

Outplacementberatung und geldwerter Vorteil

Im Grunde lassen die Finanzämter die Outplacementberatung als steuerfreie Arbeitgeberleistung nur dann gelten, wenn diese die Kriterien des SGB III im Zusammenhang mit Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen erfüllen.

Darüber hinaus darf der Arbeitgeber den Arbeitnehmer mit folgenden Leistungen unterstützen, ohne dass dadurch steuerbare Vorteile entstehen:

  • Vermittlung von Fachwissen und Fertigkeiten vermitteln, damit die Chancen bei der Arbeitsplatzsuche steigen
  • Bewerbungstrainings
  • Eignungsprüfungen

In Streitfällen fragen die Finanzgerichte im Wesentlichen danach in welchem Interesse die Outplacement-Beratung liegt. Und da sind es häufig beide Parteien, Arbeitnehmer wie Arbeitgeber. So kann auch eine Vereinbarung getroffen werden, bei der die Beratungskosten durch eine geringere Abfindung kompensiert werden. Als Stichwort ist hier der "abgekürzte Vertragsweg" zu nennen. Ob der Arbeitgeber den Outplacementanbieter direkt bezahlt oder stattdessen eine höhere Abfindung an den Arbeitnehmer zahle, macht steuerlich keinen Unterschied.

Outplacement-Beratung: Steuertipps vom Steuerberater

Arbeitnehmer können ihren Anteil am geldwerten Vorteil in aller Regel als Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit geltend machen.Bei späteren Selbständigen wären das dann vorweggenommene Betriebsausgaben.

Bei weiteren Fragen und Unsicherheiten empfehlen wir, dass Sie Ihren Steuerberater fragen. 

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